Oft ist eine Nachbehandlung von Silikonteilen nach dem Aushärten nötig, da Verbindungen im Kautschuk zurückbleiben, die nicht vernetzt wurden. Diese meist zyklischen Silikone sind leicht flüchtig und kommen erst mit der Zeit an die Oberfläche des Kautschuks – und stören viele Prozesse und Anwendungen, z.B. in der Medizintechnik, Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt- oder Elektroindustrie.
Beim ColdCuring™ werden – mit Hilfe von flüssigem Kohlendioxid (CO2) – diese unerwünschten Silikonreste und andere Nebenprodukte wie Peroxide, Chlorverbindungen oder Antihaftmittel aus dem Formteil entfernt.
Flüssiges CO2 hat sich für diese Anwendung als ausgezeichnetes Lösungsmittel bewährt: Wegen seiner geringen Oberflächenspannung (5 mN/m) benetzt es die Materialoberfläche optimal, dringt in die gesamte „Porenstruktur“ des Silikons ein und löst dabei nicht vernetzte Verbindungen auf – ohne jedoch die Struktur zu zerstören. Der Prozess ist eine neue, schnellere, effektivere und Kosten sparende Alternative zum Heißtempern.

Leidenschaft ist der stärkste Antrieb für innovative Lösungen. Und natürlich der Blick über den berüchtigten Tellerrand.
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